Arbeiten an Hochvoltsystemen

Arbeiten an Hochvoltsystemen (Elektrofachkräfte)

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Mit der flächendeckenden Einführung der Elektromobilität entsteht für das Handwerk ein interessantes und lukratives Geschäftsfeld. Bis zum Jahr 2020 sollen eine Million E-Fahrzeuge über Deutschlands Straßen rollen. Für den Service und sicheren Betrieb der Fahrzeuge werden qualifizierte Fachkräfte benötigt. Neben Mitarbeitern in KFZ-Werkstätten werden auch Elektrofachkräfte mit zunehmender Anzahl von Elektrofahrzeugen immer häufiger mit Wartungsarbeiten und/oder Fehlersuche an diesen beauftragt.
Nach Durchlaufen dieses Kurses sind Sie für den Umgang mit Hochvoltsystemen sensibilisiert, kennen die möglichen Gefährdungen durch elektrischen Strom, die Schutzmaßnahmen und das richtige Verhalten falls eine Gefährdung eingetreten ist.

Kursinhalte

  • Aufbau und Funktion von Bordnetzen in Fahrzeugen
  • Einführung in das Thema "Alternative Antriebe"
  • Aufbau, Funktion und Wirkungsweise von alternativen Antrieben
    • Elektrofahrzeuge (Schwerpunkt)
    • Brennstoffzellenfahrzeuge
    • Hybridantriebe
  • Brennstoffzellen-/Hybridfahrzeuge: Konzepte und Betriebsmodi
  • HV-Komponenten: z. B. Brennstoffzellen, HV-Batterien und -Akkumulatoren, Leistungselektronik,
  • DC/DC-Wandler, Drehstrom-, Synchron- und Asynchronmaschinen, sonstige sicherheitskritische Komponenten
  • Zeichnen von Energieflüssen bei verschiedenen Betriebsarten des Hybrid-Systems
  • Berechnen von Körperströmen bei Isolationsfehlern und deren Gefahren
  • Gefährdungsbeurteilung Brennstoffzellen-/Hybridfahrzeuge
  • Schutzklassen/-arten
  • Ri von verschiedenen NiMH- und Lithium-Zellen bestimmen
  • Spannungsfreiheit am Hybrid-Fahrzeug herstellen
  • Messungen am HV-System
  • Inbetriebnahme mit Bestimmung des RISO des HV-Systems mit/ohne Fehler am HV-System
  • Messungen (Spannungsfall und Potential) an hochohmigen Kreisen am konventionellen Fahrzeug unter Berücksichtigung des Ri der Messmittel
  • Schaltungen zur Gleichspannungstransformation mit und ohne Potentialtrennung verstehen
  • Mess-Übungen am Hybrid-Fahrzeug: Lage der Komponenten, Stecken und Ziehen des Wartungssteckers
  • (Service Disconnect), Überprüfung der Potentialfreiheit (Isolation), Messungen HV+ gegen HV- und gegen Karosserie
  • Kennzeichnungen nach Fahrzeugnormen / DIN VDE-Normen / Unfallverhütungsvorschriften
  • Leitungen und Kabel:
    • Aderaufbau, Ader- und Mantelisolierung
    • Aderkennzeichnung nach DIN VDE 0293
    • Fachgerechte elektrische Verbindungen
    • Zurichten von fein- und feinstdrähtigen Leitungen


    Abschluss:
    Sie erhalten ein etz-Zertifikat
Zielgruppe:
Elektrofachkräfte in Handwerksbetrieben, sowie Klein- und Mittelständische Unternehmen mit Interesse an der Elektromobilität.

Voraussetzung:
Sie verfügen über abgeschlossene elektrotechnische Berufsausbildung oder sind Elektroingenieur.

Veranstaltungsort:
etz Stuttgart

etz Stuttgart
Krefelder Straße 12
70376 Stuttgart

0711 955916-0
0711 955916-55
E-Mail senden
Kontaktperson:
Fritz Staudacher

Termine: Auf Anfrage

Hinweise:
Fachkursförderung: Dieser Kurs wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Für Unternehmen in Baden-Württemberg und für Privatpersonen mit Wohnsitz in Baden-Württemberg beträgt diese Förderung pro Teilnehmer 50 % des regulären Kurspreises Ab dem 65. Lebensjahr muss der Teilnehmer einen Arbeitsvertrag vorlegen, um förderfähig zu sein. Kursteilnehmer, die erwerbstätig sind und keinen Berufsabschluss haben, durch den Besuch eines Fachkurses jedoch die Qualifikation steigern, erhalten eine Förderung in Höhe von 70 % zu den Kursgebühren. Nicht förderfähig sind Beschäftigte von Bund, Ländern und kommunalen Gebietskörperschaften. Die Förderung kann ausbezahlt werden, bis die Fördersumme dieser Förderperiode ausgeschöpft ist. Danach ist keine Förderung mehr möglich, bis in der nächsten Förderperiode neue Fördergelder bereitstehen!

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