Neben der richtigen Auswahl der Infrastruktur, wie z. B. der Gebäudevernetzung und einer betriebssichere Stromversorgung, gehört die sorgfältige Analyse der Kundenwünsche und deren technische Umsetzung im Automationskonzept zu den wichtigsten Vorarbeiten überhaupt. Hier lauern die größten Fehlerquellen und Gefahren. In vielen Praxisfällen weichen die nicht ausreichend spezifizierten Vorstellungen und Wünsche des Bauherren von den realisierten technischen Lösungen der beteiligten Fachfirma ab. Die Folgen sind häufig absehbar: lange und schwierige Bauabnahmen, eine Vielzahl von Mängelrügen, kostenintensive Nacharbeiten und gerichtliche Auseinandersetzungen. Was beim Endkunden nicht richtig erfasst, dokumentiert und technisch vorgedacht wird, muss während oder nach der Ausführung mit hohem finanziellen Aufwand nachgearbeitet werden. Eine projektnahe Grundlagenermittlung, die richtige GA-Systemauswahl und die Ausarbeitung von Leistungsverzeichnissen helfen Ihnen, finanzielle Risiken bei der Auftragsbearbeitung richtig einzuschätzen und zu vermeiden.
Kursinhalte
- Grundlagenermittlung
- Analyse Nutzerverhalten und Bedarf
- Vorplanung der Automationskonzeption (in Anlehnung an VDI 3814)
- Sensor-/ Aktorebene
- Bedien- und Anzeigenfunktionen, Anwendungsfunktionen
- Raumautomations-Schema/ -Funktionslist
- GA-Systemauswahl auf Basis der Grundlagenermittlung
- Planung und Projektierung von Infrastruktursystemen und Topologien verschiedener Bus- und IKT-Systeme
- Bustypologien, Netzsysteme
- Leitungsarten, Leitungsführung, Leitungslängen
- Baugruppen, Funktionen
- Schutz vor Blitzeinschlag, ÜSS, EMV, etc.
- Leistungsverzeichnis
- Projektsteuerung
Zielgruppe
Das Seminarangebot richtet sich an Fachleute aus dem Bereich der Elektro- und Informationstechnik.
Voraussetzung
Grundkenntnisse im Bereich Gebäudeautomation.
Abschluss
Sie erhalten ein etz-Zertifikat.
Hinweise
Fachkursförderung: Dieser Kurs wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus finanziert.
Für Unternehmen in Baden-Württemberg und für Privatpersonen mit Wohnsitz in Baden-Württemberg beträgt diese Förderung pro Teilnehmer/in 30 % des regulären Kurspreises, für Teilnehmer/innen, die das 55. Lebensjahr vor Kursbeginn oder innerhalb des Kurszeitraumes vollendet haben, sogar 70 %. Ab dem Renteneintritt muss der Teilnehmer / die Teilnehmerin einen Arbeitsvertrag vorlegen, um förderfähig zu sein. Kursteilnehmer/innen, die erwerbstätig sind und keinen Berufsabschluss haben, durch den Besuch eines Fachkurses jedoch die Qualifikation steigern, erhalten eine Förderung in Höhe von 70 % zu den Kursgebühren.
Für Kursbeginn ab dem 01.09.2026 gilt für folgende förderfähigen Teilnehmenden ein einheitlicher Fördersatz von 45 %:
- Erwerbstätige mit Beschäftigungsort in Baden-Württemberg
- Erwerbstätige sowie Erwerbsfähige mit Wohnort in Baden-Württemberg
- Unternehmerinnen und Unternehmer einschließlich Freiberuflerinnen und Freiberufler mit Unternehmenssitz in Baden-Württemberg
Als erwerbsfähig im Sinne des Fachkursprogramms gelten alle Personen mit Wohnort in Baden-Württemberg, die sich beruflich weiterbilden möchten, derzeit jedoch nicht erwerbstätig sind. Dazu zählen beispielsweise Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger, Rentnerinnen und Rentner, Gründungswillige sowie Studierende.
Nicht förderfähig sind Beschäftigte von Bund, Ländern, Stadt- und Landkreisen, Städten und Gemeinden sowie Beschäftigte von Transfergesellschaften. Die Förderung kann ausbezahlt werden, bis die Fördersumme dieser Förderperiode ausgeschöpft ist. Sobald die Fördersumme ausgeschöpft ist, ist bis zum Beginn der nächsten Förderperiode keine Förderung mehr möglich.
