Die technologische Entwicklung stellt hohe Anforderungen an Wissensaneignung und aktuelle Information. Nicht nur die Umsetzung von vorgegebenen Arbeitsabläufen ist gefordert, sondern die voranstehende Beratung und das Handling komplexer Prozesse während der Inbetriebnahme und im After Sales-Bereich bei Wartung und Störungsbeseitigung. Für die Beherrschung dieser vernetzten Systeme wird ein ganzheitliches Denken erwartet, das über den Einsatz von Lernmaterialien vermittelt wird, die nach Kundenaufträgen und Geschäftsprozesse strukturiert sind.
Zur Senkung von Transaktionskosten bei der Entwicklung dieser Lernmaterialien gilt kollaboratives Arbeiten unter Einsatz von Wissensmanagementsystemen, in die Web 2.0-Funktionalitäten integriert sind, als der langfristig tragfähige Lösungsweg. Zusätzlich zur Explizierung des beim Ausbildungspersonal zumeist nur implizit vorhandenen Erfahrungswissens lässt sich anhand des derzeitigen Forschungsstands ableiten, dass Ausbilder sich von kompetenten Fachexperten zu in Online-Communities integrierten Wissensarbeitern weiter entwickeln, für die neben der gemeinsamen Contententwicklung der gemeinsame Wissensaufbau erstrebenswert wird, weil der Nutzenzuwachs aus dem in der Gemeinschaft geteilten Wissen erkannt wird. Als einer der zentralen Vorteile wird gesehen, dass neben dem kollaborativ geschaffenen Wissenspool auch der einzelne in seinem individuellen Beitrag zum Ergebnis erkennbar bleibt, wodurch seine Reputation gesichert wird, so dass von einer dauerhaften Mitwirkung an der Lernmaterialienerstellung ausgegangen werden kann.