In der ursprünglichen Konzeption stand im Vordergrund, mit der Ausbildungsplattform die handlungsorientierten Vermittlung der Lerninhalte anhand praxisgerechter Kundenaufträge in die duale Ausbildung einzubringen. Als gewichtiger Nebeneffekt wirkte die standardisierte Vorgabe der Kundenaufträge als Qualitätssicherungsmaßnahme, da mit ihnen ein vollständiges Durchlaufen des Prozesses vorgegeben wurde. Über den flächendeckenden Einsatz der Plattform sollte somit ein Standard in der überbetrieblichen Ausbildung der elektrotechnischen- und IT-Handwerksberufe erreicht werden.
Um die Potenziale kollaborativen Arbeitens für die Erstellung und Weiterentwicklung des Contents zu nutzen, soll die Ausbildungsplattform - ausgehend vom derzeitigen Datenbank- und CMS-basierten System - in ein wissenmanagement-basiertes System überführt werden. Hierbei soll insbesondere auch die Organisation der Contenterstellung unter Nutzung von Web 2.0-Technologien über ein sich selbst steuerndes und regulierendes soziales Netzwerk aus Ausbildern erfolgen. Als ein wesentliches Ziel soll erreicht werden, dass ausgehend von einem einheitlichen Grundcontent personifizierter Content entstehen kann, der jedoch im System verbleibt - so dass Redundanzen vermieden werden - und der unter der (Qualitäts-)Kontrolle des Sozialen (Ausbilder)-Netzwerks steht. Hierdurch wird einerseits die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Plattform erhöht, ohne dass andererseits der Anspruch an die Standardisierung und Qualitätssicherung verloren geht. Durch den Einsatz von kollaborativen Werkzeugen bei der eigentlichen Erstellung von Content und zusätzlich durch die Nutzung von Web 2.0-Applikationen wie Wikis, Social Bookmarkings und Blogs bei der Bewertung und Qualitätskontrolle sowie bei der späteren Evaluation im Lehrgangsbetrieb greifen die Ausbilder auf topaktuelle Tools zurück. Ihre Erfahrungen aus der Nutzung dieser Tools können die Ausbilder in Bildungsstätten übergreifende Netzwerke einbringen.
Als Ergebnis steht ein System zur Verfügung, in das permanent das Erfahrungswissen der Ausbilder einfließt und das somit ein Höchstmaß an Aktualität der Lerninhalte und der Vorgehensweise bei der Vermittlung der Inhalte sicher stellen kann.
